Biologisch zu imkern setzt nicht nur optimale Standorte voraus, sondern verlangt auch noch ein ganz besonderes imkerliches Gespür.
In den nachfolgenden Beiträgen werde ich versuchen unsere Betriebsweise zu schildern.
Imkermeister Josef Fleischhacker
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Vorerst jedoch einige Bilder die uns Einblicke über die Leistungen unserer Biene veranschaulichen.
Zum vergrößern, bitte Bilder anklicken
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Königin sicher zusetzen, ist dies überhaupt möglich?
Jawohl, dies ist tatsächlich möglich, möchte ich dazu nur sagen und benötigt wird lediglich ein nur wenige Cent teurer Aufsteckkäfig, der zudem immer wieder Verwendung finden kann. Der im Bild gezeigte Aufsteckkäfig ist solch ein kleines Wunderding und wie sehr praktisch dieses Königin zusetzen tatsächlich geht, dies werde ich nun etwas näher beschreiben.
Benötigt wird lediglich eine Brutwabe mit bereits schlüpfenden Jungbienen, was in der Regel natürlich keinerlei Problem darstellt. Auf diese Brutwabe wird nun ganz sachte der Aufsteckkäfig angedrückt, idealerweise wird damit nicht nur schlüpfende Brut abgedeckt, sondern auch noch ein kleiner Honig- sowie Pollenbereich erreicht.
Ist nun dieser Aufsteckkäfig auf der Brutwabe fixiert, öffnet man den Verschluss und führt die Königin ein. Nun Verschluss zu und die Königin sitzt auch schon im sicheren Gewahrsam, somit kann diese Brutwabe auch schon wieder ins Volk zurückkommen.
Was passiert nun: Die im Aufsteckkäfig schlüpfenden Bienen kommen direkt mit der Königin in Kontakt, diese kennen nichts anderes, also geht von denen keinerlei Gefahr aus. So bestens versorgt, füllt sich nun dieser Käfig stetig mit Jungbienen. Jene Bienen außerhalb des Käfigs können es schon sehr bald nicht erwarten ihre jungen Damen einschließlich der Königin auch außerhalb des Käfigs begrüßen zu können. Ist dies tatsächlich der Fall, also die Bienen außerhalb des Käfigs nicht aggressiv, so kann auch schon der Verschluss geöffnet werden und wer will, also Biene um Biene kann vollkommen problemlos ins Freie gelangen.
Einfach, billig, praktisch und vollkommen sicher, eine wirklich empfehlenswerte Anschaffung
IM Josef Fleischhacker
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Ableger direkt mit Apidea-Zuchtkästchen erstellen.
Geht dies überhaupt, werden sich nun so manche ImkerInnen fragen, ich darf jedoch versichern, mit etwas imkerlicher Aufmerksamkeit geht dies ganz wunderbar.
Dazu nehme ich eine komplette einzargige Beute, also Anflugflugbrett, Boden, Zarge, usw,. An die linke Seite der Zarge kommen im Mai zwei, im Juni drei und im Juli vier verdeckelte Brutwaben inkl. aller aufsitzenden Bienen, den Abschluss bildet eine schöne und völlig leere Randwabe, wir nehmen bei Jungvölker niemals Futterwaben von anderen Völker, ist also eine gewisse Art der Gesundheitsvorsorge. Hat man keine leeren Randwaben zur Hand, gehen natürlich auch Mittelwände (MW).
Nun kommt das Apidea-Zuchtkästchen ohne Deckel in die Beute hinein, die Klarsichtscheibe bleibt jedoch drauf, sie wird lediglich um etwa einen Zentimeter zurückgeschoben. Diese zwar kleine, aber doch sehr wichtige Maßnahme trägt ganz erheblich zum besseren Bienenaustausch zwischen Apidea und BW bei. Um keine Bienen zu drücken, sollte man das Apidea natürlich auf zwei Hölzchen stellen, meine sind 200 x 10 x 10 mm.
Als nächstes kommt nun das obligate 1 kg Futterglas rein, welches ebenfalls auf zwei Holzstäbchen zum stehen kommt. Nun nur noch das Propolisgitter und den Deckel drauf, sowie das Flugloch einengen, dies sollte unter keinen Umständen breiter als 10 mm sein.
Was passiert nun: Sehr schnell vermischen sich die Bienen aus den verdeckelten BW mit jenen Bienen aus dem Apidea-Zuchtkästchen. Der noch jungen Königin passiert dabei überhaupt nichts, hat sie doch nach wie vor ihre Beschützer und getreuen Anhang aus dem Apidea-Zuchtkästchen. Nach nur wenigen Tagen verlässt sie infolge Platzmangels das doch relativ kleine Apidea und steigt auf die leere Brutwabe über, hier beginnt sie unverzüglich mit der Eiablage, somit ist Vereinigung bereits vollzogen.
Dieses Rennpferd für das neue Jahr sollte man nun besser für einige Tage in Ruhe lassen, jedoch beim Flugloch beobachten ob Pollen eingetragen wird, ist dies der Fall, ist auch schon alles bester Ordnung und der junge Ableger kann nach geraumer Zeit sukzessive erweitert werden. Hierzu tauscht man in regelmäßigen Abständen von etwa drei bis vier Tagen das leere Futterglas gegen ein volles. Bei der Gelegenheit kann sogleich mit einer MW erweitert und die Brut im Auge behalten werden.
In der Folge wird ausschließlich mit MW erweitert und dies Woche für Woche, bzw. bei jeden Futterglaswechsel. Tüchtige Königinnen und fleißige ImkerInnen schaffen auf diese wirklich praktische Weise locker ein vollwertiges Wintervolk.
IM Josef Fleischhacker
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Eine Königinnenzucht wie sie sein soll
Um das beste Zuchtmaterial aus dem eigenen Betrieb zu eruieren, wird jeder Eingriff im Volk in einer Stockkarte festgehalten. Die Bewertung geht hier von
vier –sehr gutes Volk- bis eins –bei Gelegenheit aufzulösen.
Wenn nun auf diese Weise das beste Volk eruiert ist, kann man bereits Mitte April mit der eigentlichen Zucht beginnen. Benötigt werden hierzu: Zuchtrahmen
mit bereits vorgefertigten Weiselnäpfchen, Umlarvlöffel, Schwarmkisterl inkl. Einfülltrichter, ¼ l Becher und ein Wasserzerstäuber.
Vier Tage vor dem eigentlichen umlarven gebe ich eine Leerwabe ins Zentrum des besten Zuchtvolkes. Diese Wabe wird von der Königin unverzüglich
bestiftelt, somit ist das Zuchtmaterial optimal vorbereitet. Diese Wabe wird am vierten Tag entnommen und das eigentliche umlarven kann bereits beginnen. Persönlich habe ich diese wichtige
Tätigkeit vor kurzem bereits in jüngere Hände gelegt, denn hierzu benötigt man doch eine sehr ruhige Hand und noch bessere Augen. Wenn nun die jungen Larven in die Weiselnäpfchen umgebettet sind,
kommt dieser Rahmen unverzüglich in die Lagerbeute zur weiteren Versorgung der Bienen.
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Lagerbeute,
oder auch unser 100.000 Bienen-Volk
Diese Beute ist im Normalfall einräumig, kann jedoch nach Bedarf beliebig erweitert werden. Sie fasst 20 Rähmchen ÖBW und wird während der Zucht
ausschließlich mit verdeckelten Brutwaben inkl. der aufsitzenden Bienen versorgt. In einer einzigen verdeckelten Brutwabe befindet sich die beachtliche Anzahl von 5.500 Jungbienen. Sobald diese
Brut geschlüpft ist, werden diese nunmehr leeren Waben unverzüglich gegen volle Brutwaben aus unseren anderen Völkern ausgetauscht. Man kann sich sicherlich vorstellen, welch enorme
Bienenmasse sich in dieser Beute befinden.
Diese gewaltige Bienenmasse ist insofern wichtig, da diese Beute nichts anderes als ist als das Pflegevolk, gewissermaßen der Starter. Jeden Montag
kommen zwei Zuchtrahmen mit jeweils 26 Weiselzellen zum versorgen der jungen Larven in diese Beute. Diese beiden Rahmen verbleiben nun bis zum kommenden Montag in der Lagerbeute. Wenn dann am
Montag abermals eine neue Serie startet, werden die mittlerweile verdeckelten Weiselzellen mit Lockenwicklern geschützt und die beiden Rahmen kommen in ein Finishvolk. Jährlich werden auf diese
Weise sieben Serien a 52 Weiselzellen gezüchtet.
Bei uns gibt es also zweierlei Möglichkeiten um zu jungen Königinnen zu kommen, einerseits die Methode mit unseren Zwischenablegern und andererseits
durch Umlarven.
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ZWA –Zwischenableger erstellen, so geht´s
Während der Löwenzahn- und Rapsblüte sind unsere Völker schon sehr stark, es ist nun völlig normal, wenn eben diese starken und vitalen Bienen versuchen sich zu vermehren. Während viele andere ImkerInnen deswegen verzweifelt sind und Schwärme unter allen Umständen zu verhindern versuchen, machen wir uns dieses vermehren wollen mittels ZWA –Zwischenableger- sogar zunutze.
Um Schwärme zu verhindern gibt es mehrere Methoden, eine davon wäre die Völker rechtzeitig zu schröpfen, was ich nicht für sehr gut finde, werden doch die Wirtschaftsvölker damit zu sehr geschwächt. Eine weitere Möglichkeit wäre Schwarmzellen auszubrechen, dies ist allerdings sehr riskant, übersieht man auch nur eine einzige, so schwärmen die Bienen mit der alten Königin ab, wir ImkerInnen sagen dazu Vorschwarm. Diese Art der Schwarmverhinderung ist nicht nur sehr riskant, sondern auch überaus arbeitsintensiv, muss doch jede einzelne Brutwabe aufs genaueste auf Schwarmzellen untersucht werden. Es gäbe natürlich noch weitere Möglichkeiten um das schwärmen der Völker zu verhindern, dies würde allerdings den Rahmen doch zu sehr sprengen.
Nun zu unserer ZWA-Methode: Erkennen wir bei der Durchsicht der Völker Weiselzellen, wobei es völlig egal ist ob offen, oder bereits schon geschlossen, kommt unverzüglich der ZD -Zwischendeckel- zum Einsatz und teilen somit dieses Volk in zwei völlig eigene Bereiche. Sämtliche Brutwaben einschließlich der vorjährigen Königin -wir haben außer den Zuchtköniginnen grundsätzlich nur Nulljährige Königinnen- werden entfernt und kommen in der Folge nach ob. Unten und somit beim bisherigen Flugloch, kommen ausschließlich jüngste Waben, mitunter auch Mittelwände -auch hier haben wir niemals ältere als Waben aus dem Vorjahr- und ganz genau ins Zentrum kommt eine verdeckelte Brutwabe mit lediglich einer einzigen Schwarmzelle. Hier muss man etwas aufpassen, auf dieser Brutwabe darf sich keine junge Brut und schon gar keine Eier befinden, somit haben diese Bienen keinerlei Möglichkeit mehr um Nachschaffungszellen zu errichten. Ist nun Volltracht bekommt jenes Volk mit der Weiselzelle, also das untere Volk, zwei Räume mit Leerwaben, ist Läppertracht bzw. die Volltracht neigt sich dem Ende zu, genügt ein Raum vollkommen.
Auf diesen Leerwabenraum kommt nun der Zwischendeckel, der einem eigenes und kleines Flugloch aufweist, sowie eine weitere Zarge welche die Brut einschließlich der Königin beinhaltet. Hier genügen zumeist 10 Waben, sollten mehr BW sein, so könnten diese für die Lagerbeute, oder was auch immer Verwendung finden.
Nun passiert folgendes: Sämtliche Flugbienen kehren zu ihrem gewohnten Flugloch zurück und finden lediglich leere Waben mit eben dieser einen WZ vor. Nachdem dieses Volk keinerlei Brut zu pflegen bzw. zum füttern hat, wird der hereinkommende Honig naturgemäß eingelagert.
Das obere Volk mir der Königin verliert nahezu sämtliche Flugbienen, was einen ganz gewaltigen Aderlass bedeutet. Mangels Flugbienen ist es diesem Volk nun völlig unmöglich auszuschwärmen, somit werden die Weiselzellen unverzüglich entfernt und der Schwarmtrieb erlischt sofort.
Ist nun die junge Königin geschlüpft und in Eilage, kann das obere Volk als Ableger entfernt werden, es empfiehlt sich die Königin gegen eine junge zu tauschen.
So einfach wie sich diese Methode zur Schwarmverhinderung liest, so dermaßen einfach ist sie auch.
Josef Fleischhacker
Imkermeister
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Begattungskästchen, wo unsere jungen Königinnen
wohnen und zur Hochzeit ausfliegen
Am Vortag des Schlüpftermins, also am 16. Tag nach der Eilage wird jedes Apidea Begattungskästchen mit einem vollen ¼ l Becher Bienen befüllt. Nach etwa ein bis zwei Stunden werden entweder die schlüpffertigen Weiselzellen durch das kleine Loch der Klarsichtscheibe gesteckt, oder eine bereits vorzeitig und in aller Eile geschlüpfte Jungkönigin darf beim Flugloch einlaufen. Damit dieser jungen Dame nicht irrtümlich der Einlass verwehrt wird, muss sie vorher ein von mir erzwungenes Honigwasserbad nehmen. Junge Damen die wunderbar nach Honig riechen, dürfen selbst die überaus strengen Wächterbienen anstandslos passieren.
Wenn nun alle jungen Weiselzellen auf diese Weise versorgt sind, kommen sämtliche Kästchen für drei Tage in in einen kühlen und dunklen Keller. Nun völlig ungestört, bildet sich auf diese Weise die Grundlage für ein kräftiges und vitales Bienenvolk. Am vierten Tag kommen diese Begattungskästchen entweder zu meinem Außenstand, oder eben in die Belegstelle Hirschgrund.
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Jungvolkstation,
die Babywiege unserer jungen Rennpferde
Jungvölker, wie Altmeister Karl Pfefferle schon sagte, müssen sich als junge Rennpferde ein ganzes Jahr lang bewähren, erst dann kommen sie als Wirtschaftsvölker um Honig zu sammeln zum Einsatz.
Wir verwenden dazu vier Waben-Beuten in welche drei Brutwaben und eine Mittelwand zum ausbauen kommen. Zu diesen Brutwaben kommt zu Beginn der Ablegersserie, also im Mai eine Weiselzelle, ab Juni eine frisch geschlüpfte oder bereits begattete Königin.
Diese Jungvölker bekommen natürlich unsere besondere Sorgfalt. Zu derem besonderen Gedeihen sorgt ein ständiger kleiner Futterstrom, auch dürfen diese Völker von niemanden gestört werden.
Ist die Mittelwand fertig ausgebaut und die junge Königin hält ihre Erwartungen ein, wird es sehr bald höchst an der Zeit um dieses Kleinvolk in eine 10 Rahmen-Beute umzulogieren.
Somit wurde aus einem winzigen Ei eine Weiselzelle und ferner ein tüchtiges Wirtschaftsvolk.
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Apis mellifera carnica, unsere brave Biene
In der glücklichen Situation, dass es bis vor einigen Jahren in unserer Region ausschließlich die graue Apis mellifera carnica Biene
gab, war das Rassenthema hier eigentlich niemals wirklich ein Thema. Dies änderte sich schlagartig, als die ersten Erwerbsimker die Buckfastbiene ins Land brachten. Persönlich habe ich gegen
diese Biene keinerlei Aversionen, ganz im Gegenteil sogar, denn als Wanderimker bei dem die Honigernte vorrangig ist, ist mir an sich die sammelfreudigste Biene am
wichtigsten.
Die Königinnen werden überwiegend selbst gezüchtet, jedoch wurden fallweise von sehr guten Züchtern einige wenige Mamis zugekauft. Diese Maßnahme soll
natürlich stets frisches Blut herbeischaffen.
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Unsere Standorte
Seit Jahrzehnten gibt es einen Heimbienenstand mit bis zu 36 Völkern und seit etwa 1995 einen Außenbienenstand mit ebenfalls 45 Ertragsvölkern. Zusätzlich betreut jedes erwachsene Familienmitglied seine eigenen Stände in unserer Schmidataler Region. Zudem wird im Umkreis von bis zu 300 km gewandert.
Im Außenstand befindet sich auch meine Zuchtstation mit dem Muttervolk, einer Lagerbeute und dem Finisher. Dieser Standort eignet sich auch bestens als
Zuchtstation, jährlich werden dort eine stattliche Anzahl von Jungköniginnen Standbegattet.
Wie vorhin schon erwähnt und um unsere Produktpalette bedeutend zu erweitern wird alles angewandert was nur irgendwie lohnenswerte Tracht
verspricht, so z.B. Raps, Akazie, Linde, Edelkastanie, Kürbis, Phacelia, Sonnenblume, Wald und Goldrute. Diese Spättracht gehört als Lohn und Dank ausschließlich unseren
Bienen.
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Zur Beute
Unsere Bienen werden ausschließlich in 10 Rahmen fassenden österreichischen Breitwaben Magazinen gehalten. Komplettiert werden diese mit hohem
Boden, Zwischendeckel, Rahmen mit losem Absperrgitter, Futterschale und Deckel. Sämtliche Holzteile werden aus Holz des Hollabrunner Sägewerks Brandstätter, aber auch aus Doka Platten selbst
angefertigt, wobei natürlich die Farbe mit einem Bandschleifer restlos entfernt wird. Diese Platten sind an sich Schalungstafeln die im Baugewerbe Verwendung finden, sind 28mm stark und absolut
Verwindungsfrei. Der gelbe Anstrich ist vollkommen ungefährlich, handelt es sich lediglich um eine Öl-Harz Imprägnierung. Diese Platten sind an sich sehr teuer, halten aber unglaublich
lange. Manche werden dies nun möglicherweise nicht glauben, aber meine ältesten Magazine sind immerhin bereits weit mehr als dreißig Jahre alt!
Bisher wurden die einzelnen Teile stets genagelt, seit kurzem kommen 70mm Spannplattenschrauben zum Einsatz. Die Bodenunterseite besteht aus 20mm
Schiffbodenbrettern, selbstverständlich befindet sich rückwärts ein Putzkeil. Höchste Priorität haben bei diesen Beuten Zwischenböden zur Schwarmverhinderung.
Jeweils neun Beuten stehen ausschließlich in Freiausstellung auf 20cm breiten Schalsteinen und 12cm starken und 4 metrigen Staffeln. Als Abdeckung dient
lediglich eine 4 x 1,5 m Plane, welche mit starken Gummizügen gehalten werden.
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Milbenbekämpfung im Herbst
Unmittelbar nach der Rückwanderung bekommen die Bienen bereits die erste Dosis 15ml 65%ige Ameisensäure im Schwammtuchverfahren von oben verabreicht. Die
Erfolgskontrolle wird mit einer Varroawindel und einem Varroagitter gemacht. In der Regel genügen drei Behandlungen im Abstand von jeweils einer Woche.
Die Restentmilbung je nach Wetterlage wird im November oder Dezember mittels Oxalsäureverdampfer durchgeführt. Eine Tablette reicht für jedes Volk
vollkommen aus. Zum Verdampfen steht mir erfreulicherweise ein Transformator mit fünf Anschlüssen zur Verfügung. Ich kann also gleichzeitig fünf Völker auf einmal behandeln. Als Energieträger
dient hierzu ein Stromgenerator
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Betriebsweise im Herbst
Seit dem Jahre 1995 wird ausschließlich nach den strengen Regeln der
Austria-Bio-Garntie geimkert. Dies bedeutet, keine Kunststoffbeuten, keinerlei gefährliche Medikamente die als Rückstände im Wachs gespeichert werden, kein Flügelstützen und Wachs natürlich
aus dem eigenen Wachskreislauf. Die Kontrolle darüber obliegt der Bio Kontrolle Austria.
Etwa Ende August kommen sämtliche Völker aus den diversen Wandergebieten zurück und werden ab diesem Zeitpunkt nur mehr einräumig geführt. Dieses
einräumig führen erleichtert die Milbenbehandlung mit der Ameisensäure erheblich. Auch einfüttern entfällt damit in den meisten Jahren, denn frisch von der Wanderung zurück, haben die Bienen noch
jede Menge Honig zur Verfügung, zusätzlich gibt es in unserer Region sehr viele Goldruten und jede Menge Grünbrache.
Königinnen die um diese Zeit Schwäche erkennen lassen, werden natürlich umgehend gegen junge ausgetauscht. Dabei werden vier der entbehrlichsten Waben
entfernt und ein Apidea Kästchen in den freien Raum gestellt. Nachdem der Deckel angenommen wurde, wird die kleine Öffnung auf der Klarsichtscheibe freigemacht. Nun kann bereits der erste
zaghafte Bienenaustausch stattfinden. Königinnenverluste finden mit dieser Methode nahezu nie statt.
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Erste arbeiten im Frühjahr
Stichtag bei mir ist stets der Josefitag, also der 19. März, ab diesem Zeitpunkt ist der Schabermeißel und der Raucher startklar. Beim ersten
warmen Tag, also wenn man sich im Freien bereits mit dem aufgekrempelten Hemdsärmeln wohl fühlt, werden die Völker geöffnet und Ordnung ins Brutnest gebracht. Dies heißt, über den Winter wandern
manche Brutnester immer wieder an den Rand der Beute. Hier würde die Brutentwicklung natürlich nicht wie gewünscht verlaufen. Sollten bei diesem Eingriff allenfalls noch voll verdeckelte
Honigwaben aufgefunden werden, werden diese mit der E-Gabel aufgeritzt. Dieses aufritzen bewirkt natürlich einen ungeheuren Brutanreiz, schließlich wird auf diese Weise den Bienen doch bereits
Volltracht vorgetäuscht. Etwa um den 10. April muß bereits erweitert werden, denn zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Völker bereits 7 – 8 Brutwaben und die Königin käme nun bereits in ärgste
Platznot.
Wie erweitere ich: vorbereitet werden jeweils eine Zarge, acht MW und lediglich zwei ausgebaute Waben. Außer einer verdeckelten Wabe bleibt sämtliche
Brut im untersten Raum, anstatt dieser einen Brutwabe hänge ich ins Zentrum des untersten Raumes eine MW, dann kommt der zweite Raum drauf. Die beiden ausgebauten Waben kommen jeweils an den
Rand, dann vier MW, anschließend die verdeckelte BW und nun wird der noch freie Raum mit den drei MW aufgefüllt. Fertig ist nun das ganze! Man wird staunen, wie rasch und unverzüglich alle acht
gegebenen MW ausgebaut und bestiftelt werden.
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Der zweite Frühjahrseingriff
Etwa um den 20. April kann man bereits den dritten Raum, also den eigentlichen Honigraum geben. Diesen Eingriff kann man sicherlich als den am
weitaus schwierigsten des ganzen Jahres bezeichnen.
Abermals benötigt man eine Zarge, acht MW und zwei Leerwaben. Nun heißt es zügig zu arbeiten. Zuerst hebt man den zweiten Raum ab, dann den ersten.
Anstelle des ersten Raumes kommt nun der ehemals zweite, nun der einstige erste Raum und das neue Magazin mit ausgebauten hellen Leerwaben. Vorläufig wird ohne Absperrgitter
gearbeitet, nach Ende der Schwarmzeit trennt dieses Gitter Brut- und Honigräume.
Josef Fleischhacker
Imkermeister
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Das Gesetz der 40 Tage
Gerade im Frühjahr haben vorausschauende imkerliche Arbeiten allerhöchste Priorität. Wenn ich also meine Trachtsituationen alle kenne und weiß, dass ab etwa 25. April der Raps zu blühen beginnt und spätestens drei Wochen nachher die Robinie, darf ich natürlich nicht müssig sein. Hier die Völker bei ihrer Entwicklung sich selbst überlassen, käme weder den Bienen, noch unserer Börse wirklich zugute. Gerne möchte ich hier auch ein konkretes Beispiel anführen: zur Saatgutvermehrung werden immer wieder zu einem bestimmten Zeitpunkt Bienenvölker benötigt. Aber nicht nur der Landwirt sollte zu diesem Zeitpunkt möglichst viele Bienen zur optimalen Bestäubung zur Verfügung haben, sondern ich selbst benötige eine große Anzahl von Trachtbienen für eine möglichst hohe Honigernte.
Noch einmal zurück zum Raps: wenn ich also hochrechne, dass ab dem 25. April möglichst viele Sammelbienen zur Verfügung stehen sollen, muss ich also schon ab dem 15. März mit dem vortäuschen einer Tracht beginnen. Manche werden nun möglicherweise aufschreien und sagen reizfüttern bringt nichts, denn die Entwicklung eines Volkes kann ein Imker nicht, oder nur sehr schwer steuern. Möglicherweise haben die Recht, aber ich für meine Person bin ganz fest davon überzeugt, dass man sehr wohl ein Bienenvolk steuern und in ihrer Entwicklung beistehen kann.
Bienen sind Sparmeister, wenn von draußen aus welchen Gründen auch immer nichts oder nur sehr wenig hereinkommt, werden nur sehr ungern verdeckelte Honigzellen geöffnet, Honig ist nun einmal das höchste Gut der Bienen. Um nun etwas Tracht zu signalisieren, gibt es mehrere Möglichkeiten die Bienen zu täuschen. Ohne die Völker im Frühjahr öffnen zu müssen, bietet sich Teig- aber auch flüssige Fütterung an. Bei fortgeschrittener Erwärmung kann man aber auch allfällig noch verdeckelte Futterwaben mit einer Gabel öffnen, um auf diese Weise eine ergiebige Tracht vorzutäuschen. Der angenehme Nebeneffekt dabei ist, dass das Winterfutter sehr schnell einer zügigen Verwertung zugeführt wird.