TBH - Top-Bar-Beute eine andere Art um biologisch zu imkern

 

Ständig auf der Suche nach eher „nicht ganz gewöhnlichen Beuten“ für meinen Bienengarten, bin ich zufälligerweise auf diese TBH Methode gestoßen. Mit Holz und Säge zu arbeiten ist eine meiner Leidenschaften, also war auch schon der Entschluss geboren, mir solch eine Beute zu bauen.

 

Im Originalplan der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau wurde zwar versprochen, dass diese TBH nur aus wenigen Holzteilen besteht und an sich relativ leicht und unkompliziert angefertigt werden kann, die Wirklichkeit sah aber bedeutend anders aus. Sämtliche Beuten aus meinem imkerlichen Betrieb wurden stets von mir selbst angefertigt, aber keine bisher verlangte infolge der Schrägstellung der Seitenwände solch ein präzises arbeiten. Auch wurden nicht nur „wenige Holzteile“ benötigt, sondern zumindest 3m2 Schalungstafeln in der Stärke von 28mm, 16 lfm 35 x 10 mm Leisten, 14 lfm Dreikantleisten. All dies war aber völlig egal, denn solch ein Prachtstück musste her, koste es was es wolle.

 

Kürzlich wurde nun mein neuer Stolz fertiggestellt und unmittelbar neben dem Insektenhotel deponiert. Beim streichen waren erfreulicherweise meine beiden Enkelinnen eine wertvolle Stütze, besonders originell finde ich deren beider Händeabdrucke, sowie das lustige Smilie. Um nun diese doch ganz besondere Beute bestens zu schützen, wurde sogar eine Spenglerei mit einer olivgrünen Dacheindeckung beauftragt.

 

Bereits in den nächsten Tagen kommen auch schon die ersten Bewohner in diese neue Herberge, na die werden aber Augen machen und bauen was das Zeug hält. In diesem Thread werde ich laufend über deren Wohlergehen berichten.

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Am 2. Juni war es auch schon soweit, landete doch ein gewaltiger Nachschwarm -ist ein Schwarm mit Jungköniginnen- auf einem Apfelbaum in unserem Bienengarten. Die Bienen selbst waren überaus freudlich und völlig sanft, zudem genau jene Rasse mit der auch wir imkern, nämlich die Carnica.

Etwas Wasser aus einer Sprühflasche um beginnenden leichten Regen vortäuschen ließen den Schwarm sofort eng zusammenrücken. Mit einem Rechen wurde der Ast auf dem sich der Schwarm gemütlich machte etwas heruntergebogen. Ein kleiner Ruck genügte um die Abenteuern in der bereit stehenden TBH ein neue Bleibe anzubieten.

Eine kurze Kontrolle am Abend zeigte auch schon überaus zufriedene Bienen, die bereits die ersten Herzerl bauten. Meinem neuen Liebling wird es in unserem Bienengarten garantiert an nichts fehlen.

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Einfach unglaublich was dieses Volk schafft!

              

Nach dem einschlagen dieses zugeflogenen Schwarmes sind nunmehr bereits vier Wochen vergangen. Offenbar fühlen sich diese Immigranten in unserem Bienengarten überaus wohl, haben sie doch schon die bereits beachtliche Anzahl von 14 Waben zur Gänze ausgebaut. Brut findet man in allen Stadien und zudem auch noch Unmengen von köstlichem Wabenhonig. 

 

Insgesamt haben in dieser riesigen TBH Beute 31 Rähmchenträger Platz. Geht man davon aus, dass jede Wabe zumindest 3 Kg Honig beinhaltet, kann sich vorstellen was solch ein riesiger Naturschwarm tatsächlich zu leisten vermag.  

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Das  TBH Volk  im  Herbst

 

Hier sieht man die TBH Beute im Herbst bei traumhaft schönem Wetter inmitten eines Fetthennenfeldes in unserem Bienengarten stehen.

Beachtliche 26 von den insgesamt 31 Oberträgern wurden zur Gänze ausgebaut, zumindest die Hälfte davon waren Brutwaben, die andere Hälfte war mir leckerem Honig aus der Robinie, Linde und Sonnenblume gefüllt. Für uns selbstverständlich, durfte dieses stolze Volk den ganzen Honig für sich behalten.

Übersteht dieses einmalige Volk auch den kommenden Winter, werden wir selbstverständlich davon eine Zuchtserie anlegen.