Etwas geschichtliches, wie es überhaupt zu unserem

Bio-Bienengarten kam.


 

Unser Bio-Bienengarten, ein kleines Paradies im schönen Schmidatal!

 

Aus einer echten Notsituation heraus konnten wir ein echtes Bienen-Paradies schaffen, dazu folgendes: Sowohl unser Heimstand, als auch der damalige Außenstand quollen förmlich über vor all den vielen Bienenvölkern, weswegen unter allen Umständen ein neuer Außenstand her musste, koste es was es wolle.

 

Ein glücklicher Zufall wollte es, dass eine Stammkundin unseres Hauses etwas heiser war und deswegen Honig benötigte. Wie stets, war nach dem Ab-Hof-Verkauf Tratsch und Klatsch angesagt, somit konnten wir unsere Sorgen auch schon loswerden. Etwas Hintergedanken war natürlich schon dabei, wussten wir doch, dass die Maria einige brachliegende und schon längst nicht mehr benötigte Grundstücke besaß. Sehr gerne, teilte sie uns mit, würde sie einige Felder abgeben und wir sollen uns ruhig für unsere Bienen etwas passendes aussuchen.

 

Gesagt, getan, zwei ihrer zahlreichen Grundstücke kamen tatsächlich als Bienenstandorte infrage. Das eine in einer Senke und war eher nördlich ausgerichtet, aber inmitten eines sehr schönen Robinienwaldes und mit besten Trachtaussichten. Das andere, in einem Robinien-Eiche-Mischwald, wies einen nur ganz leicht südlich geneigten Hang auf, war jedoch bedeutend größer, aber total vernachlässigt, zudem gab es Wildwuchs ohne Ende. Auch verliefen Traktorspuren Kreuz und Quer durch diese Liegenschaft, zu allem Überfluss tobte sich auch noch das Bundesheer bei einem Herbstmanöver mit ihren Kettenfahrzeugen dort gewaltig aus. Beeindruckend war jedoch der traumhaft schöne Ausblick über nahezu das gesamte Schmidatal hinweg, sowie die sonnige und trockene Lage, also ein geradezu idealer Standort für Bienen.    

 

Lautet unser Motto doch stets, nur das Beste für unsere Bienen, also wollten wir jenes mit der südlichen Hangneigung erwerben. Nun begann aber der Amtsschimmel gewaltig zu wiehern, vermeinte doch der Beamte in der Agrarbezirksbehörde, wir Imker seien keine Landwirte und dürfen somit keine landwirtschaftlichen Güter erwerben. Solch engstirnige Bürohengste kamen uns gerade zu recht, innerhalb kürzester Zeit wurde besagter Neinsager auch schon eines besseren belehrt. Nun konnte im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände gespuckt werden. Hacke, Schaufel und Krampen kamen sehr bald zum Einsatz, musste doch das Unterholz und die zumindest Knöcheltiefen Panzerspuren beseitigt, bzw. mit Erde aufgefüllt werden. Als dies im tatsächlichen Angesicht des Schweißes geschafft war, musste auch noch eine Schneise in den Wald, sowie eine Lichtung gerodet werden. Schließlich sollen die Bienen ja im Wald und nicht in der prallen Sonne stehen.

 

Bienen sind teuer und dementsprechend begehrt, also musste diese vor ungebetenen Gästen geschützt werden. Um einen Zaun zu errichten, müssten nahezu 100 Akaziensteher mit einem Erdbohrer bis zu 70cm tiefe Löcher, natürlich mit Muskelkraft, gebohrt werden. Als diese eingebuddelt waren, wurden auch schon 300 Laufmeter Wildschutzzaun aufgezogen, denn Wildschweine, Bauern mir ihren Traktoren und das Militär sollten unseren Bienengarten nun nicht mehr umackern können.

 

Als auch die Einzäunung inkl. Zufahrtstor fertiggestellt waren, ging es auch schon ans begrünen dieses alles andere als wirklich schönes Zaunes. Alle zwei Meter wurde nun Robinien gepflanzt, dazwischen jede Menge Weiden, Brombeeren, Himbeeren usw. Zwar sind wir alles andere als Rosenfreunde, dennoch wurden links und rechts des Zufahrtstores rote und gelbe Kletterrosen gepflanzt, des unbedachten Besuchers soll ja auch das Auge erfreuen.

 

Mittlerweile wurden in diesem 10.000 qm großen Grundstück 150 verschiedene Hochstammbäume gepflanzt, ein Feuchtbiotop, sowie Nisthilfen für Wildbienen errichtet. Das sämtliche Bäume, Sträucher, Kräuter und Blumen dieses Bienengartens mittlerweile Bio zertifiziert sind, versteht sich bei unseren Engagement wohl von selbst.

 

Anfallendes Obst und Beeren welches nicht selbst verzehrt werden kann wird eingemaischt und mit unserer hauseigenen 150 Liter Kupferdestille zu hochwertigem Edelbrand verarbeitet. Auch Kräuter wie Spitzwegerich, Löwenzahn, Arnika usw. werden gesammelt und ebenfalls verarbeitet, die Blumen gehören ausschließlich unseren Bienen.

 

Man sieht also, mit Energie und Schaffenskraft kann tatsächlich aus einer wilden Gstättn ein kleines Paradies für Tier und Mensch errichtet werden.

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Pflanzen in unserem Bienengarten

 

Neben den von uns gepflanzten ausnahmslos Hochstamm Obstbäumen und Unmengen von Sträuchern gibt es natürlich auch jede Menge wild wachsender Pflanzen. Vor allen sind dies Schlehen, Holunder, Heckenrose, Haselnüsse, wilder Wein und Hopfen, Hartriegel, Sand- und Sauerdorn, Liguster usw. usf.

 

Aber nicht nur Bäume und Sträucher findet man bei uns, sondern auch riesige Felder bestehend aus Löwenzahn, Spitzwegerich, Taubnessel, roter und weißer Klee, Wegwarte, sowohl die kleine, als auch die große und die bis zu mehr als 2m hoch werdende Königkerze, Fetthennen, Ringelblumen etc etc.

 

Man glaub es nahezu nicht, aber auch Stein- und Herrenpilze, Parasol, Eierschwammerl, Morcheln, usw findet man in unserem Bienengarten. 

 

Für uns selbstverständlich, wurden sämtliche Pflanzen Bio zertifiziert.

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Hier eine kleine Auswahl dieser Pflanzen,

zum vergrößern bitte anklicken